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Die Kandidaten nehmen Stellung

Der ADFC Ahrensburg hatte zu Beginn der Ferien alle drei Bürgermeisterkandidaten gebeten, einen Fragenkatalog zum Radverkehr in Ahrensburg zu beantworten. Alle drei Kandidaten haben uns Antworten geschickt, was schon ein ermutigendes Zeichen dafür ist, dass sie uns als Verein für den Alltagsradler als Gesprächspartner sehen. An dieser Stelle schon ein Dank an alle Kandidaten für ihre Mitarbeit!

 

Wir werden die Antworten der Kandidaten im folgenden nicht kommentieren. Jeder möge sich selbst ein Bild machen! Die Reihenfolge ist streng alfabetisch, keine Wertung. Jede Anwort ist namentlich gekennzeichnet.

 

Mir scheint, wir haben gute Fragen gewählt, um uns für einen Kandidaten zu entscheiden. Der Text ist sehr lang, aber die Lektüre wert. Und eins ist sicher: Egal wer gewählt wird, wir können ihn die nächsten Jahre an die Zusagen hier erinnern! Erfreulicherweise scheinen alle Kandidaten die Bedeutung des Radverkehrs für eine schöne Stadt zu erkennen.

 

Und denkt daran: Wenn wir alle wählen gehen, sind wir eine sehr große Gruppe. Das ist nicht zu unterschätzen! Also, egal wen, auf jeden Fall am 27. September wählen gehen!

Gute Nachricht für Stormarn.  Nach dem durch die Pressemitteilung vom Landesverband alle Fahrradtouren abgesagt wurden, kann jetzt für den Kreis Stormarn Entwarnung gegeben werden. Der ADFC Stormarn wird seine etablierten Touren ab sofort wieder durchführen können.

Die Verkehrsaufsicht Stormarn hat sich nach Absprache entschieden, die VwV-StVO §29  / 2 so anzuwenden, dass bis 100 Radfahrende nicht gesondert angemeldet werden müssen. Es obliegt aber jedem TourenleiterIn selbst, die Touren unter 100 Fahrende anzumelden. Diese sollte dann auch den Grund der erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen (i. d. R. erst ab Landesstraße) beinhalten. Eine Gebühr wird nicht erhoben.

Die Fragen rund um die Veranstalterversicherung haben Roland Huhn und Burghard Stock in den untenstehenden Zitaten erläutert.

Zitat Roland Huhn, ADFC Referent Recht....

Die Befürchtung, die Versicherung werde bei einer rechtswidrigen Veranstaltung nicht zahlen, ist unbegründet. Zwar schließt das Versicherungsvertragsgesetz bei vorsätzlichem und widerrechtlichem Handeln den Schutz der Haftpflichtversicherung aus (§ 103 VVG). Der Vorsatz muss sich aber nicht nur das Wissen und Wollen des widerrechtlichen Tuns umfassen (ich weiß, dass ich unerlaubt eine genehmigungspflichtige Veranstaltung organisiere oder leite), sondern auch auf den „Erfolg“ (den Unfall). Das heißt konkret: Wenn der Handelnde sich sagt „es wird schon nichts passieren“, dann ist das fahrlässig. Dafür besteht Versicherungsschutz. Wenn er sich sagt „wenn etwas passiert, ist mir das auch egal“, dann ist das bedingter Vorsatz. Nur dann entfällt der Schutz der Haftpflichtversicherung. So wird aber kein ADFC-Aktiver denken, sondern alles tun, um Unfälle zu verhindern. Fehlender Versicherungsschutz kann deshalb kein Grund für eine Absage der ADFC-Touren sein……..

Zitat Burkhard Stork ,ADFC Bundesgeschäftsführer ….

Der ADFC Bundesverband sieht den Schutz durch die Vereinshaftpflichtversicherung nicht gefährdet. Der Versicherungsschutz ist zwar bei vorsätzlichem und widerrechtlichen Handeln ausgeschlossen. Dieser Vorsatz muss sich aber nicht nur auf die Veranstaltung selbst, sondern auch auf ein denkbares Unglück beziehen, etwa so: „Wenn auf der nicht genehmigten Veranstaltung ein Unfall geschieht, ist mir das auch egal.“ So wird aber kein ADFC-Tourenleiter denken, sondern mit oder ohne Genehmigung so handeln, dass Unfälle vermieden werden……..

Wie die VwV-StVO in anderen Kreisen in Schleswig-Holstein ausgelegt wird, muss vom Landesverband gesammelt und veröffentlicht werden. Für ergänzende Fragen stehen wir jederzeit zur Verfügung.